MIBRAG leitet Verfahren für Kohlekraftwerk in Profen ein06/12/2011
MIBRAG vollzieht einen plötzlichen Kurswechsel. Noch im Mai 2011 stand das Projekt der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft mbH, ein neues Braunkohlekraftwerk in Profen zu bauen, auf der Kippe. Mögliche Gründe waren, dass auch die MIBRAG aufgrund der bevorstehenden Energiewende die Zukunftsperspektiven der Braunkohle als schlecht einschätzte. Nachdem jedoch die Bundesregierung im Juni 2011 den Atomausstieg beschlossen hatte, bekam die Diskussion neuen Aufwind. Seit dem 02.12.2011 ist es offiziell: MIBRAG hat das Genehmigungsverfahren für den Kraftwerksbau in Profen eingeleitet. Das Projekt wird ca. 1,3 Milliarden Euro kosten und mit einer Erschließung neuer Braunkohlevorräte in der Region einher gehen. Ein entsprechender Tagebau hätte die Zwangsumsiedlung von neun Dörfer mit 1000 EinwohnerInnen zur Folge. Das neue Kraftwerk hätte über einen Zeitraum von 40 Jahren einen CO2-Ausstoß von 5 Mio. Tonnen pro Jahr und reiht sich somit in den globalen Trend der steigenden Emissionsbelastung ein. |


