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Klimaschutzinitiative des Monats

Seit Mai 2011 stellen wir Ihnen jeden Monat eine Klimaschutzinitiative vor, die sich aktiv für den Ausbau erneuerbarer Energien vor Ort einsetzt.

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September 2015/ Ökolöwe Leipzig

Der Ökolöwe Leipzig setzt sich für eine umweltgerechte und ökologisch nachhaltige Entwicklung der Region Leipzig ein. Der gemeinnützige Verein wurde am 23. November 1989 von Umweltaktivisten aus Kirche und Kulturbund und weiteren engagierten BürgerInnen gegründet und feierte 2014 sein 25-jähriges Bestehen.

 

Arbeitsschwerpunkte sind Umweltpolitische Arbeit, Natur- und Artenschutz, Umweltbildung, Klima und Mobilität, Ökolandbau und gesunde Ernährung. Die praktische Arbeit der einzelnen Projekte umfasst u.a. die Pflege von Streuobstwiesen, die naturnahe Gestaltung und Bewirtschaftung des Stadtgartens, Führungen und Workshops zu Natur- und Umweltthemen sowie bürgernahe Öffentlichkeitsarbeit. Darüber hinaus nimmt der Verein mit Stellungnahmen Einfluss auf staatliche und kommunale Entscheidungen im umweltpolitischen Zusammenhang und fördert damit eine umweltverträgliche Entwicklung im Raum Leipzig.

Der Verein funktioniert in einem eng vernetzten Miteinander: In den Projekten und Arbeitsgemeinschaften engagieren sich zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiter und freiwillige Helfer gemeinsam mit Angestellten, um neue Ideen in kreativer Zusammenarbeit umzusetzen.

Um die Kräfte zu bündeln kooperiert der Ökolöwe mit regionalen Umweltverbänden und Bürgerinitiativen. Gemeinsam werden Aktionen geplant und Stellungnahmen erarbeitet. So ist es 1990 im Zusammenschluss mit zwei Bürgerinitiativen und durch eine Großdemonstration gelungen, den Tagebau Cospuden zu stoppen und damit einen wichtigen Teil des Leipziger Auwaldes zu erhalten.

Als Mitglied der GRÜNEN LIGA Sachsen e.V. engagiert sich der Ökolöwe auch für überregionalen Umweltschutz. Das Netzwerk ermöglicht einen Austausch von Informationen und die Zusammenarbeit von Fachleuten zwischen den Vereinen.

Mehr Informationen zum Ökolöwen Leipzig finden Sie www.oekoloewe.de

 


August 2015/ Bürgerenergiewende Augsburg

Augsburg ist eine der Städte, in der die Energieversorgung noch zu 100 Prozent in kommunaler Hand liegt. Der Stadtrat wollte dies jedoch ändern und beschloss eine Unternehmenszusammenführung mit Erdgas Schwaben, einer Tochter des Energiekonzerns Thüga. Gegen die Privatisierungspläne sammelte die Initiative "Bürgerenergiewende Augsburg" über 11.000 Unterschriften für ein Bürgerbegehren. Als das Begehren als unzulässig abgeschmettert wurde, startete die Initiative ein erneutes Bürgerbegehren und sorgte dafür, dass die Augsburger*innen im Bürgerentscheid darüber abstimmen. Am 12. Juli sprachen sich schließlich über 70 Prozent der Abstimmenden gegen die Fusion aus. Damit bleiben die Stadtwerke in der Hand der Augsburger*innen. Eine zentrale Voraussetzung damit die Bürger*innen weiter Einfluss auf die Energiepolitik ihrer Stadt nehmen können.

 

 

Die "Bürgerenergiewende Augsburg" steht für eine demokratische, ökologische und soziale Energieversorgung. Durch den Arbeitskreis Klima, Energie und Ernährung von attac Augsburg wurde ein Konzept für diese neue Form der "Energiedemokratie" erarbeitet um einen Diskurs in der Zivilgesellschaft anzuregen. Darin werden Wege aufgezeigt, wie die Bürger*innen selbstbestimmt an der Zukunft der Energieentwicklung in der Region Augsburg teilhaben können. Etwa durch vernetzte dezentrale Kleinanlagen zur Stromproduktion, mit denen die Bürger*innen gleichermaßen zu Produzent und Verbraucher werden können. Durch die Einführung eines Energiebeirates sollen die Bürger*innen zudem weitreichende Beratungs- und Mitspracherechte erhalten.

Ziel der Initiative ist eine "100 Prozent erneuerbare" Energieproduktion durch einen massiven Ausbau erneuerbarer Energieanlagen und einem Ausstieg aus Atom und Kohle. Ein Regionales Klimaschutzkonzept liegt der Stadt Augsburg sogar bereits vor. Vor dem Hintergrund wachsender Energiearmut fordert die Initiative eine soziale Tarifgestaltung der Stadtwerke, die Geringverbraucher belohnt und einen Grundbedarf für sozial Bedürftige frei zur Verfügung stellt. Das Konzept finden Sie hier.

Weitere Informationen zu "Bürgerenergiewende Augsburg" finden Sie hier.

 

 


Juli 2015/ Lausitzer Klima- und Energiecamp 2015

Vom 5. bis 9. August treffen sich in Groß Gastrose bei Guben Klimaschützer*innen aus der Lausitz, Berlin, Polen und dem ganzen Bundesgebiet zum Lausitzer Klima- und Energiecamp. Die Aktivist*innen des Camps stellen sich gegen die Pläne der rückwärtsgewandten Landesregierungen von Brandenburg und Sachsen. Auf großen Druck der Gewerkschaften stellt sich die brandenburgische und die sächsische Landesregierung gegen den Klimaschutz. Um die Auswirkungen des Klimawandels in der Lausitz und anderswo zu verringern, wäre ein sofortiger Stopp von Tagebau und Kraftwerk notwendig. Dennoch setzt sich das Klimacamp für einen sozialverträglichen Ausstieg ein. Dies bedeutet, dass Lausitzer Kraftwerke bis in das nächste Jahrzehnt weiterbetrieben und langsam heruntergefahren werden können. Dafür sind die bestehenden Tagebaue ausreichend. Das Lausitzer Klimacamp fordert, die Planungen für neue Tagebaue endlich einzustellen und den bereits beginnenden Strukturwandel in der Region voranzutreiben.

Lausitzcamp in Kerkwitz – © Martin Dotzauer

 

Der Höhepunkt des Camps wird ein Aktionstag am Samstag, dem 8. August, sein. Unter dem Motto "Coal Kills" werden Aktive bei einer Protestaktion vor dem Kraftwerk Jänschwalde ein Menschenbild in Form eines Totenkopfes bilden. Das Camp ist außerdem das diesjährige Ziel der umweltpolitischen Fahrradtour „Tour de Natur“.

Das Klimacamp fordert eine demokratische Energiewende, die als Teil einer grundsätzlich anderen Lebensweise den Raubbau an Mensch und Natur überwindet. Dies bedeutet dezentrale, nachhaltige Stromerzeugung zum wirtschaftlichen Nutzen der Region und erschwingliche Preise für alle Verbraucher*innen.

Zum 5. Lausitzer Klima- und Energiecamp in Groß Gastrose bei Guben sind alle Interessierten herzlich eingeladen! Das Klimacamp bietet eine Plattform zum Meinungsaustausch, für politische Aktionen, Bildung und Kultur.

Hier geht's zum Flyer des Lausitzcamps.

Weitere Informationen gibt es hier.

 

 


Mai & Juni 2015

„Kohlegespräche über Wachstum und Klimagerechtigkeit“

Im kommenden Herbst findet der 21. UN-Klimagipfel in Paris statt. Es ist zu anzunehmen, dass dort keine Maßnahmen ergriffen werden, die drastisch genug sind, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern. Darum werden europaweite Massenproteste gegen den Kohleabbau im rheinischen Braunkohlerevier erwartet.

Die Veranstaltungsreihe „Kohlegespräche“ zielt darauf ab, das Thema Kohleausstieg nicht nur auf grüne Technologien und Effizienz zu begrenzen, sondern den Kohleausstieg ganzheitlich zu betrachten. Dazu ist es von Nöten auch Aspekte der sozialen Gerechtigkeit und Wachstumskritik in die Diskussion mit einzubeziehen. Deswegen finden innerhalb der Gesprächsreihe der weltweit ansteigende Ressourcenverbrauch ebenso Beachtung wie die unfaire Verteilung knapper Rohstoffe. Der Fokus der Veranstaltungsreihe liegt dabei vor allem auf dem kommunikativen Austausch und der Vernetzung zwischen den Referent*innen und den Gästen. In freundlicher Atmosphäre wollen Fragen wie „Warum werden in Deutschland immer noch viele Menschen zwangsumgesiedelt, um in neuen Tagebauen die klimaschädliche Braunkohle abzubauen?“ oder „Wie kann eine Massenbewegung gegen Kohle und für eine soziale Gerechtigkeit aufgebaut werden?“ diskutiert und analysiert werden. Vorgesehen ist, dass zwei Referenten zum einen den lokalen Zusammenhang einbringen und zum anderen die globale und wachstumskritische Sichtweise beleuchten.

Initiatoren sind die Rosa-Luxemburg Stiftung, Attac und das Konzeptwerk Neue Ökonomie. Sei dabei, wenn die Speakerstour in deiner Nähe Halt macht.

Die Termine sind:

Hamburg 7. Juni Centro Sociale 16 Uhr
Aachen 8. Juni Café Papillon 20 Uhr
Leipzig 16. Juni Schaubühne Lindenfels 20 Uhr
Augsburg 17. Juni Rheingold 20 Uhr
Mainz 18. Juni Haus der Jugend 19 Uhr


Der Eintritt ist kostenlos.

Hier geht's zum Flyer.


Weitere Informationen findest du hier.

 © Kohlegespräche

 

 


 April 2015 / Berliner Klimatag

Wie wirkt der Klimawandel in der Region Berlin-Brandenburg? Wie lässt sich der Alltag klimafreundlicher gestalten? Welche Folgen hat unser Handeln? Mit diesen Fragen befasst sich der erste Berliner Klimatag am Sonntag, den 26. April. Ein buntes Informations- und Mitmachangebot lädt alle Alterstufen zum Bummeln durch die Halle ein.

Ziel des Berliner Klimatages ist, das gesellschaftliche Interesse und Bewusstsein der Berliner*innen und Brandenburger*innen für den Klimaschutz zu wecken, in dem dieser zu einem Erlebnis wird. Dabei setzen die Initiatoren auf Aussteller, die zeigen, dass aktiver Klimaschutz im Alltag ganz einfach sein kann und zusätzlich noch Spaß macht. In vier Themengebieten – Energie, Mobilität, Ernährung und Konsum können die Besucher*innen sich an diversen Ständen informieren, in kleinen Workshops selbst aktiv mitmachen und mit vielen hilfreichen Tipps den Klimaschutz aktiv zu Hause umsetzen.

Die Initiatoren Anti Atom Berlin, BürgerBegehren Klimaschutz, BürgerEnergie Berlin, BUND-Arbeitskreis „Klimaschutz und Energie“, BUNDjugend Berlin und PowerShift, laden alle Besucher*innen zum kostenlosen Aktionstag ein. Das Programm an den Ständen und auf der Bühne ist vielseitig.

Beim Solaren Basteln lernen Kinder spielerisch die Technik der Photovoltaik kennen, sie können Samenbomben bauen und bei verschiedenen Quiz' ihr Wissen rund um den Klimawandel testen. Die Eisbärin Paula kommt auch vorbei und man kann mit ihr gemeinsame Fotos machen.

Wam Kat, Begründer der mobilen Volksküche Fläming Kitchen, wird mit seiner veganen Kochshow begeistern und die Bühne 11:30 Uhr eröffnen. Danach stellen Vereine und Initiativen vor, was Klimaschutz in ihrem Alltag bedeutet. Darüber hinaus kann man mit Fritz Reusswig vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung über Chancen für den Klimaschutz in Berlin sprechen. Mehr zum Bühnenprogramm findest du hier.

Die BUNDjugend Berlin bietet eine Klimastadtführung an, in der Fragen „Was hat der Klimawandel mit meinem Lebensstil zu tun?“ und „Wie kommen Treibhausgase auf meinen Teller?“ nachgegangen werden. Auf der Energiekritischen Stadttour von attac kann man allerhand erleben, aber mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden...

Ganz konkret wird es beim Kleidertausch des Leihladens oder der Energiesparberatung der Verbraucherzentrale oder beim Probefahren von verschiedenen Lastenrädern, Elektrorädern und E-Sesseldreirädern – auch für die Generation 60+. Mehr zu den Ausstellern findest du hier.
Visuell untermalt wird der Berliner Klimatag mit interessanten Fotoausstellungen zum Klimawandel und der Braunkohlegewinnung.

Mit veganer Kochshow, solarem Basteln und visueller Weltreise zu mehr Klimaschutz – sei dabei!

Mehr Infos findest du auf der Klimatag-Homepage oder im Podcast.

 


März 2015 / Degrowth konkret: Klimagerechtigkeit - Sommerschule 2015


Das Konzeptwerk Neue Ökonomie ist ein unabhängiger und gemeinnütziger Think Tank, kurzum eine Denkfabrik, mit Sitz in Leipzig. Ziel des Konzeptwerks ist es, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen so zu verändern, dass langfristig in der Praxis ein demokratisches, soziales und ökologisches Wirtschaftsmodell gelebt werden kann. Ein solches Modell würde im Einklang mit den ökologischen Grenzen eine hohe Lebensqualität für alle Menschen ermöglichen.

Um hierzu beizutragen, arbeitet das Konzeptwerk häufig in größeren Bündnissen mit, wie etwa dem Organisationskreis der Degrowth-Konferenz 2014*. Aktuell engagieren sich mehrere Mitglieder des Konzeptwerks in einem Nachfolgeprojekt der Degrowth-Konferenz: der Degrowth-Sommerschule 2015 mit dem Titel „Degrowth konkret: Klimagerechtigkeit“.


„Wenn wir eine klimagerechte Welt wollen, darf die Wirtschaft des globalen Nordens nicht weiter wachsen“ erklärt Christopher Laumanns, Pressesprecher des Konzeptwerks.


© Konzeptwerk Neue Ökonomie

Wie können Degrowth-Strategien für Klimagerechtigkeit und Kohleausstieg aussehen? Mit diesen Themen befasst sich die Sommerschule vom 09. bis 14. August im Rheinland. Das Programm der Sommerschule ist vielseitig und spannend. Von Vorträgen, über Kurse bis hin zu Podiumsdiskussionen ist alles dabei. Zudem ist die Sommerschule ein Ort des „praktischen Ausprobierens“. Vor Ort kann man teilhaben an einem nachhaltigen und sozialen Zusammenleben. Dank der diesjährigen Kooperation mit dem Klimacamp im Rheinland können die Teilnehmer der Sommerschule auch die Veranstaltungen des nahegelegenen Klimacamps besuchen.

Viele weitere Informationen finden sich bald unter http://www.degrowth.de/de/.

* Das Konzeptwerk war unter anderem maßgeblich an der Organisation der 4. internationalen Degrowth-Konferenz http://leipzig.degrowth.org/de/ beteiligt, die 2014 in Leipzig stattfand. 



Februar 2015 / Fossil Free Berlin

Unbegrenztes Wirtschaftswachstum und der dafür nötige Verbrauch begrenzter Ressourcen stehen in einem grundlegenden Widerspruch zu Klimaschutz und sozialer Gerechtigkeit. Unsere auf Wachstum fixierte Ökonomie basiert maßgeblich auf der Nutzung fossiler Energieträger, mit denen die industrielle Wachstumsmaschine befeuert wird. Den Profitinteressen der großen Konzerne und der maßlosen Ausbeutung der Natur kann in globalem Maßstab u. a. durch Divestment entgegengewirkt werden. Divestment ist das Gegenteil einer Investition. Dies bedeutet, sich von Geldanlagen zu trennen, die unökologisch oder unter ethischen Gesichtspunkten fragwürdig sind.

Die international bestehende Fossil Free Bewegung wird von engagierten Bürger*innen getragen, die ihre Institutionen dazu auffordern, aus fossilen Brennstoffen zu desinvestieren. Koordiniert wird dieses Vorhaben durch die Kampagne Fossil Free, die international von der Organisation 350.org geleitet wird. Heute ist die Fossil Free Bewegung ein breites, internationales Netzwerk von Organisationen, Gruppen und Einzelpersonen.

Um die politisch gesteckte 2°-Grenze zu erreichen, müssen etwa 80 % der bisher bekannten fossilen Brennstoffreserven unter der Erde bleiben. Aus diesem Grunde gibt es seit dem Jahr 2013 eine von der Klimaschutzorganisation 350.org organisierte weltweite Desinvestitionskampagne* gegen die Erdöl-, Kohle- und Erdgasindustrie. Sämtliche – vor allem öffentliche – Institutionen (Universitäten, Kirchen, Städte und Kommunen etc.) werden dazu aufgezurufen, ihr Vermögen aus fossilen Unternehmen (RWE, Shell, Gazprom etc.) abzuziehen.

Charlene von Fossil Free Berlin äußert sich zur aktuellen Chance von Divestment in Berlin folgendermaßen:
"Das Thema Divestment ist oft unbekannt. Das möchten wir gerne ändern. Denn gerade Berlin, als Stadt mit hohen Klimaschutzzielen, sollte diese natürlich auch finanziell erreichen. Außerdem ist das finanzielle Risiko, dass Berlin als hoch verschuldete Stadt mit den Investitionen in fossile Brennstoffe eingeht, enorm. Abgesehen von der riskanten 'Carbon Bubble', können wir das Klima, und damit uns selbst, nicht retten, wenn die Öl-, Kohle- und Gasunternehmen weiterhin durch Anlagen finanziert werden, die riskante Bohrungen wie in der Arktis oder sinnlose Zerstörung und Enteignung wie in der Lausitz zur Folge haben."

© Fossil Free Berlin

© Fossil Free Berlin


In Berlin hält die Stadt derzeit rund 1 Milliarde Euro an investierbarem Finanzanlagevermögen. Den größten Anteil davon stellen mit etwa 600 Millionen Euro die Versorgungsrücklagen des Landes, für Pensionen von Beamten. Knapp 36 Millionen Euro umfasst das Vermögen der Stiftungen Berlins. Den Rest des Anlagevermögens stellen Finanzanlagen der Beteiligungsunternehmen des Landes. Teile dieses städtischen Vermögens werden in Aktien oder Fonds gewinnbringend angelegt. Dabei ermöglicht das Anlagekonzept der Stadt unter anderem Investitionen in Firmen, die zu den 200 Kohle-, Öl- und Gasunternehmen gehören, die den überwiegenden Teil an fossilen Brennstoffreserven halten; zu den bekanntesten darunter zählen BASF, E.ON, Enel, ENI, GDF Suez, Repsol YPF, RWE und Total. Außerdem finden sich in diesen Fonds Kreditinstitute, die die fossile Industrie durch Finanzdienstleistungen wesentlich stützen. Darunter Allianz, Commerzbank, Deutsche Bank, Société Générale und UniCredit. Da eine Geldanlage in fossile Brennstoffunternehmen nicht nachhaltig ist, ist Divestment ein Mittel um diesen Unternehmen mit einer Nicht-Finanzierung eine Absage zu erteilen.

Wenn du dich in einer der bestehenden Gruppen zu Divestment in Deutschland engagieren möchtest, findest du hier weiterführende Informationen und Kontakte.
Oder starte deine eigene Fossil Free Kampagne in deiner Stadt.

* Die erfolgreichste Divestmentkampagne fand bereits während der Apartheid in Südafrika statt. Bis Mitte der 1980er Jahre hatten 155 Universitäten in den USA ihr Vermögen aus Unternehmen abgezogen, die in Südafrika wirtschafteten. Die südafrikanische Divestmentkampagne trug wesentlich dazu bei, dem Apartheidregime das Rückgrat zu brechen und eine Ära der Demokratie und Gleichberechtigung einzuläuten. 

 


Januar 2015 / KlimaKunstSchule

Seit Anfang 2014 vernetzt das bundesweite Programm KlimaKunstSchule von BildungsCent e.V.* Schülergruppen mit klimaschutzaffinen, engagierten Künstler*innen. Der Grundgedanke dabei ist, durch künstlerische Impulse im Klimaschutz, sogenannten artistic seeds, über die künstlerische Erfahrung hinaus zu inspirieren, zum Nachdenken anzuregen und zu motivieren, die eigene Kreativität in Ideen für den Klimaschutz auszuleben. Dieser Ansatz ist  am besten in Schulen aufgehoben.  
KlimaKunstSchule will vor allem Kinder und Jugendliche ansprechen. Schülergruppen jeden Alters, die sich mit dem Thema Klimawandel künstlerisch auseinandersetzen wollen, können sich für eineN Künstler*in bewerben.  Eine Übersicht der vielseitigen, registrierten Künstlerangebote findet sich hier. Bis Ende 2014 wurden bereits 50 Schulen in das Programm aufgenommen.

In den einzelnen Projekten gestalten die ausgewählten Künstler*innen einen Tag für und mit den Schülergruppen. In Berlin kann man z.B. die Angebote Schmutzkunst, Klimacaching und Klimathriller-Audiowalk wahrnehmen.
Dem Team von KlimaKunstSchule ist es wichtig, dass die Projektimpulse der Künstler*innen in einen weiteren Rahmen eingebunden sind. Zum einen sollen die artistic seeds eine Inspiration für die Auseinandersetzung mit Aspekten des Klimawandels und des Klimaschutzes in Form von größeren Schulprojekten sein. Schülergruppen, die im Anschluss an ihr artistic seed eine Projektidee entwickeln und umsetzen wollen, erhalten Beratung und eine finanzielle Förderung. Zum anderen geht es auch darum, öffentlich zu handeln bzw. durch Aufmerksamkeit zum Aktiv werden anzustiften. Laut KlimaKunstSchule ist Klimaschutz eine Kunst, auch weil es gilt, viele Mitstreiter zu gewinnen.
Durch die Zusammenarbeit der KlimaKunstSchule mit dem Kunsthaus Dresden kann man noch bis zum 15. März 2015 Kunst zu Natur und Ressourcen in der Ausstellung KIRUNATOPIA in Dresden bewundern. Die Austellung versucht eine Brücke zu bauen zwischen der Tagebau-gebäutelten Lausitz und einer ähnlich betroffenen nordschwedischen Region um die Stadt Kiruna. Einige ausstellende Künstler*innen sind in dieser Zeit mit einem Mobilen Landschaftsatelier in Sachsen unterwegs, um gemeinsam mit Schüler*innen die betroffenen Landschaften künstlerisch zu erkunden und zu dokumentieren. Mehr Infos zur KIRUNATOPIA gibt’s hier.

 

Andere tolle Ausstellungen, die in Zusammenarbeit mit KlimaKunstSchule oder auch einzelnen artistic seed Künstler*innen stattfinden sowie weitere Infos zum Programm und entsprechende Bewerbungsunterlagen gibt es auf der Website.

Schüler bei der Gestaltung von Schmutzkunst
© BildungsCent

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

*Neben KlimaKunstSchule hat der gemeinnützigen BildungsCent e.V. noch andere Programme, die verschiedene Einrichtungen der Bereiche Kunst, Klimaschutz und Bildung vernetzt. Um Deutschland's Lehr- und Lernkultur zu bereichern, arbeitet der Verein bundesweit mit über 3500 Schulen zusammen. Alle Programme von BildungsCent verfolgen das Ziel, Schulen als Lebensraum zu gestalten, wo Schüler*innen aktiv mitgestalten und dabei eigene Potentiale ausleben können. Damit sie diesem Anspruch gerecht werden, arbeiten BildungsCent und KlimaKunstSchule prozessorientiert und gestalten Angebote schulindividuell aus.